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Eine grundsÀtzliche Zusammenfassung

Durch meine 40 Jahre dauernden Studien ĂŒber die menschliche Kulturentwicklung bin ich zu dem Schluss gelangt, dass die vor 5000 Jahren begrĂŒndete Hochkultur keine natĂŒrliche, sondern eine unnatĂŒrliche und in vieler Hinsicht widernatĂŒrliche Kulturkonstitution ist. Die Standeseinteilungen der menschlichen Hochkultur unterscheiden sich bis heute von der Rangorganisation der Tiere dadurch, dass sie absolut sind und nicht durchbrochen werden können. Daher hat auch der heutige Mensch zu Recht das GefĂŒhl, dass gleichgĂŒltig, was er auch versucht, stets alles beim alten bleibt.

WĂ€hrend die Rangordnung der Tiere flexibel ist und sich durch die jeweils erreichten FĂ€higkeiten der Rudelmitglieder verĂ€ndern kann, ist der Stand des Menschen nicht von einer konkreten natĂŒrlichen FĂ€higkeit, sondern alleine von der Blutlinie oder dem materiellen Besitztum abhĂ€ngig. Der Mensch, der heute die oftmals harsche Festlegung der tierischen RĂ€nge kritisiert, ist sich daher in der Regel nicht im Klaren, dass die absolutistischen Einteilungen der Menschen in der Standeskultur im Vergleich dazu auf eine untergrĂŒndige Weise ĂŒberaus brutal sind und dem Menschen wenig Hoffnung lassen. Daher ist es kein Wunder, dass der Mensch stĂ€ndig untergrĂŒndige Konflikte mit seiner eingeborenen Natur austrĂ€gt, da eine absolutistische Standeseinteilung in einer Kultur fĂŒr die menschliche Natur inakzeptabel ist. Das Gleiche gilt fĂŒr die traditionelle Klasseneinteilung der Geschlechter, durch welche die Standeskultur seit 5000 Jahren einen regelrechten Geschlechterkrieg kultiviert.

WĂ€hrend die Tiere durchaus Zeiten des Friedens kennen, kennt der Mensch bis heute lediglich Zeiten des Waffenstillstandes, was einen erheblichen Unterschied ausmacht, da der Mensch im Grunde nie zur Ruhe kommt. Die menschlichen Beziehungen sind dadurch in der Regel in ihrer QualitĂ€t weit schlechter als die natĂŒrlichen Beziehungen der Pflanzen und der Tiere. Dies empfinden viele Beobachter ganz anders, weil der Streit und die Jagd der Tiere kurz und heftig ist und der Mensch dazu neigt, sein eigenes Verhalten auf eine willkĂŒrliche Weise positivistisch zu sehen. Wilde Tiere kennen keine solche Art der Beschönigung, so dass ihr Verhalten in der Regel klar und unmissverstĂ€ndlich ist und keine „Intrigen“ generiert. Daher ist fĂŒr viele Menschen heute die Beziehung zu einem Tier angenehmer als die Beziehung zu ihren Mitmenschen.

Der moderne Mensch hat durch den Roman „Momo“ eine allgemeine Vorstellung davon erhalten, welche Strategie die heutigen „grauen Herrenmenschen“ der Kultur verfolgen, um dem Menschen durch eine indirekte Sklaverei die Lebenszeit, die Lebensenergie und die Freiheit zu stehlen. Bislang fehlt dem Menschen der Wille, konkrete Konsequenzen aus der dadurch entstehenden KulturrealitĂ€t zu ziehen, so dass die Kultur einen stĂ€ndigen ungehinderten Fortschritt erzielen kann. Der Mensch kann heute nicht auf einen „Momo“ und auf einen Meister „Hora“ bauen, um die zunehmenden Organisationsprobleme zu lösen, indem er einfach die Zeit zurĂŒckdreht. Der Mensch braucht daher eine andere Lösung, um den fluchartigen, auf alles Leben respektlos ĂŒbergreifenden Parasitismus aufzulösen, den der Herrenmensch seit 1984 durch den neoliberalen „Washington Consensus“ in einer bodenlosen Weise forciert. Bereits seit der Jahrtausendwende weiß der Mensch dadurch nicht mehr recht, wo ihm der Kopf steht und was er von der Kulturentwicklung halten soll.

Der Mensch ist durch den neuen Neoliberalismus seit der Jahrtausendwende ein Sklave einer widernatĂŒrlichen kulturellen Logistik und eines wirtschaftlichen Zwangs zur „EffektivitĂ€t“ geworden. Der Mensch kann diese extrem widernatĂŒrliche Entwicklung nur dann auflösen, wenn er dem Modell der Standeskultur der letzten 5000 Jahre eine grundsĂ€tzliche Absage erteilt, da die Generierung von absolutistischen Herrenmenschen und absolutistischen Sklavenmenschen grundsĂ€tzlich wider die Natur des Menschen ist und sich darĂŒber hinaus gegen die gesamte natĂŒrliche Evolution auf der Erde richtet. Durch die bis heute andauernde regelrechte Selbstorganisation des Menschen durch Herrenmenschen und durch Sklavenmenschen, ist dem Menschen ein sado-masochistischer Beziehungsfluch entstanden, der heute alle zwischenmenschlichen Beziehungen auf eine fortschrittliche Weise verzerrt und vergiftet und den Menschen in einen zunehmenden GrĂ¶ĂŸenwahn fĂŒr eine Macht ĂŒber alles jeweils andere Leben und ĂŒber das eigene Leben treibt.

Um eine Vorstellung davon zu erreichen, in welchem Maße das Handeln des Menschen gegenwĂ€rtig von einem GrĂ¶ĂŸenwahn geprĂ€gt ist, sind vor allem die reprĂ€sentativen sozialen Untersuchungen in den 60er Jahren hilfreich, die alle zu dem Ergebnis gekommen sind, dass der Anteil von ĂŒbernatĂŒrlich agierenden Herrenmenschen und der kulturelle Anteil von autoritĂ€tshörigen Sklavenmenschen, die keine ausreichende eigene Meinung und keinen ausreichenden natĂŒrlichen Eigenwillen mehr kultivieren bei ca. 65 % in jeder westlichen Nation liegt.

Der fĂŒr die heutige Kultur normal gewordene menschliche GrĂ¶ĂŸenwahn drĂŒckt sich nicht nur darin aus, wie der Mensch mit anderen Lebewesen oder mit sich selbst umgeht, sondern auch darin, dass er bestĂ€ndig eine absolutistische und perfektionistische Ideologie kultiviert. Der Mensch hĂ€lt an dieser idealen Ideologie, die man als Idealismus bezeichnet, wie fanatisch fest, obwohl lĂ€ngst klar ist, dass die Natur auf eine relative Weise funktioniert und agiert und daher gerade nicht auf das „Perfekte“ hinstrebt. Die Natur der Erde ĂŒberlĂ€sst die Evolution den Individuen, da die natĂŒrlichen Variationen innerhalb einer Spezies auch die VerĂ€nderung von Umweltbedingungen meistern können, so dass sich jeweils die Individuen fortpflanzen, die am besten mit den sich verĂ€ndernden Umweltbedingungen zurecht kommen. Die natĂŒrliche Selektion innerhalb der irdischen Evolution hĂ€ngt daher grundsĂ€tzlich von den besonderen FĂ€higkeiten der Individuen einer Art ab. Nach dem einzig Wahren und Perfekten zu streben, nimmt sich daher wie eine indirekte Absage an die natĂŒrliche Evolution auf der Erde aus und generiert einen entsprechenden, dem Kulturmenschen in der Regel nicht bewussten, brisanten GrĂ¶ĂŸenwahn.

Der GrĂ¶ĂŸenwahn des heutigen Menschen hat viele Gesichter und drĂŒckt sich unter anderem in einem absolutistischen Schönheitskult aus, der heute eine besondere Form der Klasse der Schönen und Reichen bildet. Auch diese Form der willkĂŒrlichen absolutistischen Rangbildung von Menschen unterscheidet sich in einer diametralen Weise von einer relativen Rangbildung der Tiere und bildet eine absolutistische RealitĂ€tsblase in der Kultur aus, die wir nicht als natĂŒrlich bezeichnen können. Die von einem willkĂŒrlichen GrĂ¶ĂŸenwahn genĂ€hrte SelbsteinschĂ€tzung der Schönen, Reichen und Starken verfĂŒhrt die davon Betroffenen in einer regelrechten Weise dazu, anmaßend und herablassend gegenĂŒber anderen Menschen zu sein, wodurch auch die konkrete Versuchung entsteht, die niedriger stehenden Menschen in einer willkĂŒrlichen parasitĂ€ren Weise zu missbrauchen.

Der in seinem besonderen rechtlosen und machtlosen Stand gefangene Sklavenmensch hat in den letzten 5000 Jahren eine eigene Form des GrĂ¶ĂŸenwahns entwickelt, um durch eine absolute Selbstbeherrschung und Selbstdiktatur alles zu ertragen, was der jeweilige Herrenmensch an UnertrĂ€glichem generiert. Der Sklave versucht seither sein kulturelles „Schicksal“ zu erleichtern, indem er alle UnertrĂ€glichkeiten entweder neutralisiert oder aber verdrĂ€ngt, so dass er auf lange Sicht ĂŒberleben kann. FĂŒr den Sklavenmenschen sind daher eine totalitĂ€re PassivitĂ€t, eine absolute Unverantwortlichkeit und zahlreiche Ablenkungen der ĂŒbernatĂŒrlichen sensationellen Art, wie z. B. der liberale Sex zu einem Überlebensmittel geworden, nach dem er geradezu sĂŒchtig geworden ist. FĂŒr die 65 % der heutigen Kultur- und Arbeitssklaven bedeutet diese ĂŒbernatĂŒrliche bzw. widernatĂŒrliche Überlebensformel eine zwangslĂ€ufige degenerative Entwicklung, da die natĂŒrliche Ökonomie grundsĂ€tzlich alle natĂŒrlichen FĂ€higkeiten in einem Lebewesen abbaut, die nicht im regelmĂ€ĂŸigen Gebrauch stehen. Je passiver, unverantwortlicher und bequemer daher ein Mensch wird, desto mehr baut er innerlich und Ă€ußerlich ab. Das heutige ĂŒberaus breit getretene Ideal des absoluten Genusses und der absoluten Bequemlichkeit ist daher eine besondere ideologische Falle, in die nicht wenige Menschen tappen. Dies macht deutlich, dass der Sklavenmensch nur dann eine reale Erlösung seines „Schicksals“ finden kann, wenn er seine Sklavenexistenz und damit das Modell der Standeskultur nicht lĂ€nger akzeptiert und die Umsetzung einer realen kulturellen Demokratie von Unten mit allen seinen KrĂ€ften fordert und fördert.

Das gegenwĂ€rtige menschliche Streben nach einer Massenkultur bedeutet einen immer gefĂ€hrlicher werdenden menschlichen GrĂ¶ĂŸenwahn, da er die Natur nicht mehr nur zu verbessern, sondern durch eine Maschinenkultur weitestgehend zu ersetzen sucht. FĂŒr eine derartige VerĂ€nderung des Lebens muss der heutige Herrenmensch mit allen ihm zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln die natĂŒrliche Orientierung des Menschen an seinen inneren Bewusstseinsprozessen beenden und durch kulturkonforme Ansichten, Denkweisen und Lebensnormen ersetzen. Der „Herrenmensch“ versucht daher in Form eines immer massiver werdenden widernatĂŒrlichen und gewaltsamen Eingriffs in die Psyche des modernen Menschen, ein ihm zum Vorteil und zur Macht gereichendes Weltbild und Kulturbild in der Kultur zu verfestigen. Dabei missbraucht er ganz gezielt die Forschungsergebnisse der modernen Psychologie, um die Volksmassen mit Hilfe der modernen Medien nach seinen Vorstellungen zu programmieren.

Daraus ergibt sich zwangslĂ€ufig, dass dabei weder eine natĂŒrliche Empathie noch ein natĂŒrlicher Respekt vor dem Menschen noch auch vor irgendeinem Lebewesen mehr zur Wirkung kommt. Die Einmischung in das Denken und Leben der Kulturmenschen braucht seit 5000 Jahren besondere ideologische GeschĂŒtze, wie die Religion, die Esoterik, den Kapitalismus oder andere absolutistische idealistische Gesamtpakete, die den Menschen in auserwĂ€hlte und unerwĂ€hlte, in glĂ€ubige und unglĂ€ubige bzw. in höhere und niedrige Menschen einteilt und das Recht konstituiert, empathielos und respektlos mit allen niedrigen Menschen umzugehen. Die soziale Spaltung, die eine solche Ideologie hervorruft, ermöglicht dem Herrenmenschen eine Herrschaft der absolutistischen Art („Teile und Herrsche“), da sie einen regelrechten Fanatismus in den glĂ€ubigen Menschen erzeugt. Dieser Fanatismus wird vor allem dadurch genĂ€hrt, dass die jeweiligen ideologischen Gesamtpakete eine ĂŒbernatĂŒrliche Angst und Unsicherheit im Menschen erzeugen, so dass der Mensch nicht nur bereitwillig zu einem Diener Gottes und seiner “Statthalter auf Erden“ (Priester und Gottkönige) wird, sondern auch eine Dienerschaft fĂŒr jede andere Art einer absolutistisch konstituierten AutoritĂ€t in seiner jeweiligen Kultur verwirklicht.

Die willkĂŒrlichen Machtkonzepte der Herrenmenschen und ihre ideologischen GeschĂŒtze machen heute dem Menschen und der Natur auf der Erde langsam aber sicher den Garaus. Dadurch löst der Mensch seine eingeborene Natur immer zĂŒgiger und effektiver auf und ersetzt sie durch kĂŒnstliche kulturelle Massenansichten und Massenrollen. Solange der Mensch mit diesem skurrilen widernatĂŒrlichen Wahnsinn einverstanden ist, gibt es fĂŒr den Menschen keine Hoffnung, dass er seine Selbstorganisation Ă€ndern und eine konstruktive natĂŒrliche Selbstorganisation fĂŒr sich erreichen kann.

Das Ersetzen der menschlichen Natur durch eine Blase von unnatĂŒrlichen Gedanken, emotionalen Affekten und Vorstellungen von der Welt, ist ein bedeutsamer Eingriff in die menschliche Natur. Niemand hat die „Herrenmenschen“ der letzten 5000 Jahre beauftragt, das zu tun. Der Antrieb dazu entstammt einer tragischen Machtsucht, die einem Menschen zwangslĂ€ufig entsteht, der andere Menschen zu „Sklavenmenschen“ macht. Die dadurch entstandene Agenda der Sklavenmenschen, die eigenen Ansichten fĂŒr eine erfolgreiche Anpassung an ihr „Schicksal“ in einer absolutistischen Weise zu kontrollieren und zu redigieren, kommt einem fundamentalen Selbstverrat an der eigenen Natur gleich und ist damit nicht weniger widernatĂŒrlich und willkĂŒrlich als die abartige absolutistische Machtagenda des Herrenmenschen. Auch die Sklavenagenda beinhaltet einen GrĂ¶ĂŸenwahn, den GrĂ¶ĂŸenwahn, die eigene Natur in einer totalitĂ€ren Weise kontrollieren und beherrschen zu können. Weder die modernen Herrenmenschen noch die modernen Sklavenmenschen wollen daher eine adĂ€quate Konsequenz aus der bereits 100 Jahre alten wissenschaftlichen Entdeckung ziehen, dass sich das Universum auf eine relative Weise organisiert. Bis heute laufen die Herrenmenschen und die Sklavenmenschen stattdessen den traditionellen religiösen Trugbildern ĂŒber eine absolute göttliche Macht im Universum hinterher, weil sie eine entsprechende persönliche Lebenslogistik ausgebildet haben.

Sowohl die innere Konstellation des „Herrenmenschen“ als auch die innere Konstellation des „Sklavenmenschen“ sind unnatĂŒrlich und fördern auch unbewusst und untergrĂŒndig alles UnnatĂŒrliche, ÜbernatĂŒrliche und WidernatĂŒrliche. Diese „Nebenwirkungen“ und die Normen der Empathielosigkeit und der Respektlosigkeit gegenĂŒber allem niederen Leben, auch gegenĂŒber dem der Pflanzen und Tiere, stellen seit 5000 Jahren das wesentliche Problem der kulturellen Selbstorganisation des Menschen dar. Begreift der Mensch diese tragische ideologische und gesamtkulturelle Fehlentwicklung nicht in seinen ganzen Folgen, dann gibt es nichts und niemandem, der dem heutigen Menschen helfen kann, sich aus den kulturellen Schwierigkeiten zu befreien, in die er sich selbst gebracht hat.

Niemals darf daher ein heutiger Mensch akzeptieren, dass es in seiner Kultur absolutistische Herrenmenschen oder Sklavenmenschen gibt. Der einzige Weg fĂŒr den Menschen, eine gesunde natĂŒrliche Selbstorganisation zu erreichen ist eine Demokratie von Unten und ein grundsĂ€tzlicher empathischer Respekt vor allem Leben, die der Mensch auch heute ohne weiteres umsetzen kann. Die Geschichte des Regenwaldes in den letzten 50 Jahren macht besonders deutlich, dass es höchste Zeit fĂŒr den Menschen ist, an der biologischen ZurechnungsfĂ€higkeit der Herrenmenschen, der Sklavenmenschen, der traditionellen Kulturkonstitution und der kapitalistischen Wirtschaftskonstitution zu zweifeln. Erst ein solcher grundlegender Zweifel fĂŒhrt zu einer adĂ€quaten Auseinandersetzung des Menschen mit der menschlichen Selbstorganisation und kann zu einer mentalen Revolution fĂŒr die Verwirklichung einer Demokratie von Unten fĂŒhren, die das Denken, FĂŒhlen und Handeln des Menschen nachhaltig verĂ€ndert.

 


Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Kapitel 1

Die Entstehung der Sklaverei und

ihre Konsequenzen

 

  • Eine Kurzgeschichte der Sklaverei
  • Die wissenschaftliche Erforschung des SĂ€ugetiergehirns und die daraus resultierende Warnung vor einem krankhaften menschlichen Lustverhalten
  • Die Natur des Menschen
  • Die Folgen der Herren-Diener-Sklaven-Kulturkonstitution fĂŒr das allgemeine menschliche Verhalten

Kapitel 2

Der Fortschritt der Sklaverei innerhalb

der europÀischen Kulturgeschichte

bis heute

  • Die germanische Entwicklung
  • Die Frage der Sklaverei im Christentum
  • Die Entwicklung Europas ab 450 n. Chr.
  • Die Entwicklung des europĂ€ischen Rechts
  • Die Folgen einer dualistischen Entwicklung Europas hin zu einem religiösen und weltlichen Absolutismus
  • Die Reformation 
  • Der DreißigjĂ€hrige Krieg von 1618 bis 1648
  • Renaissance und AufklĂ€rung
  • Die Kosmogonie von Plato und Aristoteles und das Problem der idealistischen „ismus“ Bildungen
  • Die Französische Revolution 
  • Der Reichsdeputationshauptschluss
  • Die Preußischen Reformen
  • Die Industrielle Revolution 
  • Der Einfluss der Religion auf den Kapitalismus und auf die Industrielle Revolution
  • Die Revolution von 1848/49
  • Der „Fortschritt“ der „ismus“ Bildungen bis 1900 n. Chr.
  • Bismarck
  • Wilhelm II.
  • Die Weimarer Republik 
  • Hitler
  • Der amerikanische Wirtschafts- und Finanzadel und das 20. Jahrhundert

 

Kapitel 3

Die Auswirkungen der kulturellen Fehlentwicklung

auf die heutige Kultursituation

  • Die Entstehung einer industriellen Megamaschine im 19. Jahrhundert
  • Die neoliberale Neuauflage eines „liberalen“ Kapitalismus Ende des 20. Jahrhundertsr
  • Nachwort

Anhang

  • Quellenangaben und weiteres Hintergrundwissen zu den jeweiligen Themen

 

BuchauszĂŒge

 

Kapitel 1

Die Entstehung der Sklaverei

und ihre Konsequenzen

 

Eine Kurzgeschichte der Sklaverei (TeilauszĂŒge)

Durch die moderne Geschichtsforschung wissen wir, dass die Geschichte der „1.Welt“ eine kulturelle Entwicklungslinie zu den ersten Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten aufweist. Die Entwicklung der ersten Hochkulturen konzentrierte sich jeweils auf die fruchtbaren Landstriche entlang des Nil, des Euphrat und der Tigris. Um ca. 3000 v. Chr. entstand dadurch in Ägypten eine erste Königsherrschaft mit einer autoritĂ€ren BĂŒrokratie. Um etwa die gleiche Zeit entstanden im Zweistromland Mesopotamien 12 autarke Stadtstaaten, die jeweils von Patriziern und Priestern beherrscht wurden.

Neben einer kommunalen Leitung durch ein Patriziertum, war vor allem eine starke stĂ€dtische Priesterschaft fĂŒr die sittliche Gestaltung der mesopotamischen Stadtstaaten maßgeblich. Die sumerischen Priester schufen eine reichhaltige Götterwelt mit vielen Göttern fĂŒr die verschiedensten Zwecke, so dass auch jeder Stadtstaat seinen eigenen Stadtgott hatte.2 Die Art der Einflussnahme der Priesterschaft auf die sittliche Regulierung des Kulturalltags verdeutlicht das folgende Zitat aus dem Buch „Meilenstein der Weltgeschichte“: 3 „Nach sumerischem Glauben hatten die Götter die Erdbewohner aus Lehm erschaffen, weil sie Sklaven brauchten, die sie bedienten. Wer es versĂ€umte sie zu verehren und gnĂ€dig zu stimmen, musste mit UnglĂŒck, Überschwemmungen, DĂŒrren, Pest oder ÜberfĂ€llen von den GebirgsstĂ€mmen rechnen. Und da die Sumerer in der Tat nicht selten von solchen Plagen heimgesucht wurden, lebten sie in stĂ€ndiger Furcht vor ihren Göttern. Das machte die Religion zu einer beherrschenden Kraft – und brachte den Tempeln gewaltige Vorteile. Man konnte den göttlichen Zorn nur abwenden, wenn man den Kornspeicher des Tempels mit reichlichen Gaben bedachte und den Befehlen der Priester Gehorsam leistete“.

Bereits in Mesopotamien wurde daher die religiöse Logistik einer priesterlichen Statthalterschaft Gottes auf Erden erfunden, um allen „einfachen“ Menschen eine chronische Angst vor schrecklichen göttlichen Bestrafungen einzuflĂ¶ĂŸen.

 

Kapitel 2

Die Fortschritt der Sklaverei innerhalb der europÀischen

Kulturgeschichte bis heute

 

Die Frage der Sklaverei im Christentum

Eine wichtige Voraussetzung fĂŒr die AnpassungsfĂ€higkeit des katholischen Christentums an das Römische Reich bestand in der Tatsache, dass der jĂŒdische und christliche Gott gegen die Sklaverei nichts einzuwenden hatte. Dies wird vor allem durch die ursprĂŒnglichen 10 Gebote deutlich: „Achte auf den Sabbat: Halte ihn heilig, wie es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht gemacht hat. An ihm darfst du keine Arbeit tun, du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Rind, dein Esel und dein ganzes Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat. Dein Sklave und deine Sklavin sollen sich ausruhen wie du.“

Die Sanktionierung der Sklaverei, die fĂŒr das frĂŒhe Christentum selbstverstĂ€ndlich war, wurde durch die Haltung vieler wichtiger christlicher GlaubenstrĂ€ger bestĂ€tigt und bestĂ€rkt. So finden wir bei Moses 21,20-21 die folgende Regel: "Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlĂ€gt mit einem Stock, dass sie unter seinen HĂ€nden sterben, der soll dafĂŒr bestraft werden. Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafĂŒr bestraft werden, denn es ist sein Geld". In Tim 6.1 finden wir folgende Aufforderung: „Alle die als Sklaven unter Joch sind, sollen ihren Herren aller Ehre wert halten".

Weder im weströmischen Italien noch im oströmisch-griechischen Konstantinopel hörte die Sklaverei wĂ€hrend des gesamten Mittelalters auf, vielmehr ergab sich ein reger Sklavenhandel auf den großen italienischen HandelsplĂ€tzen, in SĂŒdrussland und auf der Krim. Vor allem die Bewohner des Kaukasus (Mingrelier, Georgier), wie auch TĂŒrken, Araber, Neger, Russen, Bosniaken, Serben, Bulgaren, Albanesen und Griechen wurden dabei in einer regelrechten Weise versklavt. (S.20)

1452 erließ Papst Nikolaus V die pĂ€pstliche Bulle „Dum Diversas“. Mit dieser Bulle gestattete Papst Nikolaus V. dem portugiesischen König Alfons V., alle Sarazenen, Heiden und „Feinde Christi“ zu bekriegen und zu unterwerfen, ihre Besitzungen zu berauben und sie zu Sklaven zu machen. 1454 erweiterte die Bulle „Romanus Pontifex" die Rechte König Alfons um das Recht der Versklavung von Schwarzafrikanern. Die beiden pĂ€pstlichen Bullen markierten den Beginn eines professionellen Sklavenhandels mit Schwarzafrikanern, der Ende des 17. Jahrhunderts zu einer BlĂŒte kommen und bis 1830 die Zahl von mehr als 12 Millionen gehandelter Sklaven erreichen sollte

 

Kapitel 3

Die Auswirkungen der kulturellen Fehlentwicklung auf die heutige Kultursituation

Die Auswirkungen der menschlichen Religionsgeschichte auf die gegenwÀrtige Kultursituation

Nachdem die Macht- und Vermögenskonzentration bei den Herrschenden in den frĂŒhen Kulturen „normal“ geworden war, haben die Griechen diese Kulturorganisation ĂŒbernommen und an die Römer weitergegeben. Mit der GrĂŒndung des FrĂ€nkischen Reichs ist es zu einem „fortschrittlichen“ kulturellen Schuldsystem durch die Umsetzung eines besonderen Lehnswesens gekommen. Dabei wurde der frĂ€nkische König zu einem absolutistischen Herrscher ĂŒber das gesamte Kulturland und ĂŒber alles darin befindliche natĂŒrliche Vermögen. So konnte der König das Land und die natĂŒrlichen SchĂ€tze des Landes fĂŒr eine konkrete Gegenleistung an den Adel verleihen. FĂŒr den einfachen Menschen wurde dieses Lehnssystem zu einem KulturgefĂ€ngnis, da sowohl der hohe als auch der niedere Adel seine Verpflichtungen gegenĂŒber dem König jeweils an die Bauern ĂŒbertragen hat. Dadurch kam es im mittelalterlichen Lehnswesen mitunter zu einer Leibeigenschaft, die zu einer lebenslangen Auslieferung der Bauern an den Lehnsherrn gefĂŒhrt hat. Der einfache Bauer hat diese Leibeigenschaft vor allem deshalb akzeptiert, da sie ihn vom MilitĂ€rdienst befreit hat. Die darĂŒber entstehende leibliche Bindung an den Lehnsherrn, war mit besonderen Dienstleistungen verknĂŒpft. Als Gegenleistung konnte der leibeigene Bauer fĂŒr den Fall einer wirtschaftlichen, krankheitsbedingten oder altersbedingten Notlage mit einer gewissen „Sozialversicherung“ durch den Adel rechnen.

Mit der Industriellen Revolution ist es zu einer Auflösung der Leibeigenschaft und zum Beginn einer regelrechten Lohnsklaverei ohne jede soziale Absicherung fĂŒr den einfachen Menschen gekommen. So entstand aus den ehemaligen Bauern, MĂ€gden, Knechten und Handwerkern die relativ rechtlose Masse des sogenannten Arbeiter-Proletariats.

 

 

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Buchdaten

 

Die zweite Auflage des Buches (07.03.2022) umfasst 232 Seiten, hat die neue ISBN Nr. 978-3-75570-948-0 und ist fĂŒr 18,00 Euro in allen Buchhandlungen und in vielen Buch-Shops im Internet erhĂ€ltlich:

Sollte es bei den Internet-Buchshops zu Lieferverzögerungen kommen, dann greifen Sie auf den Buch-Shop www.autorenwelt.de zurĂŒck. Dort erhalten Sie das Buch stets in 5 bis 6 Tagen. FĂŒr eine kostenlose Sendung ins europĂ€ische Ausland innerhalb von 6 bis 7 Tagen empfiehlt sich der Buch-Shop www.bod.de

 

 E-Book

Das E-Book mit der ISBN 978-3-98646-016-7 ist fĂŒr 8,99 Euro in zahlreichen Internet-Buch-Shops erhĂ€ltich.

 

Nachwort

Das Buch “Die Geschichte der kulturellen Fehlentwicklung - oder - die Erfindung der Sklaverei und ihre Folgen ist der 1. Teil einer Buch-Trilogie, die durch ein intensives 30-jĂ€hriges Studium der Kulturgeschichte und der Religionsgeschichte entstanden ist. Diese Trilogie beschĂ€ftigt sich eingehend mit der Kulturentwicklung, mit den gegenwĂ€rtigen Kulturproblemen und mit den heutigen Möglichkeiten einer naturgerechten Kulturgestaltung.

2. Teil: Das Buch „2035 – Der Mensch schafft die Menschlichkeit ab – Eine berechtigte Warnung“ analysiert die gegenwĂ€rtige globale Kultursituation in einer kritischen Weise und fĂŒhrt die immer mehr aus dem Ruder laufenden Kulturentwicklungen auf ihre jeweiligen Ursachen zurĂŒck. Dadurch kommt das Buch zu dem Schluss, dass sich der Mensch durch eine biologische Demokratie von unten organisieren muss, deren Legitimationslinie nicht wie heute von „Oben nach Unten“ sondern von „Unten nach Oben“ verlĂ€uft.

Einen Auszug des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.2035-der-mensch-schafft-die-menschlichkeit-ab.de

3. Teil: Das Buch „Die Befreiung von der Standeskultur - durch den natĂŒrlichen dritten Weg“ setzt sich mit den Möglichkeiten des heutigen Menschen auseinander, eine nachhaltige demokratische Gesellschaftsorganisation zu realisieren, die sich durch eine biologische Legitimation von Unten nach Oben vollzieht. Das Buch erlĂ€utert die kulturellen Maßnahmen und Korrektur en, die der Mensch dafĂŒr realisieren muss.

Einige AuszĂŒge des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.die-befreiung-von-der-standeskultur.de

 

Das Buch „German Angst“

Das Buch „German Angst - Ihre geschichtlichen Wurzeln und ihre ideologische Aufarbeitung” ist das erste Kind der Buch-Trilogie und beleuchtet ein besonderes Symptom der traditionellen Standeskultur: Die Entstehung einer ĂŒbernatĂŒrlichen Angst, die nicht nur die menschliche Seele, sondern auch den menschlichen Verstand lĂ€hmt. Davon waren und sind die deutschen Völker in einer besonderen Weise betroffen.

Die deutsche Geschichte ist durch 3 traumatische DreißigjĂ€hrige Kriege geprĂ€gt, die das Verhalten der Deutschen noch heute in einer erheblichen Weise prĂ€gen. Vor allem in kulturellen Krisenzeiten kommt dadurch in vielen Deutschen eine besondere „German Angst“ zum Vorschein, die dazu tendiert, sowohl die GemĂŒtsverfassung als auch das Denken in einer schwerwiegenden Weise zu beeintrĂ€chtigen.

Die German Angst hat sich bis heute durch die deutsche Erziehung generativ ĂŒbertragen, so dass es fĂŒr alle Betroffenen wichtig geworden ist, die Entstehungsgeschichte der German Angst auf eine gezielte Weise aufzuarbeiten. Das Buch bietet eine fundierte UnterstĂŒtzung fĂŒr diesen Prozess, so dass die German Angst durch ein neues, bewusstes Denken, FĂŒhlen und Handeln erheblich reduziert werden kann.

Einige AuszĂŒge des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.german-angst.info

 

Das Buch

Gott ist nicht tot! Gott ist ein Narzisst!

Das Buch: „Gott ist nicht tot! Gott ist ein Narzisst – Oder – Die notwendig gewordene ideologische Reinigung des Menschen“ ermöglicht dem Leser eine intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Überlebensstrategien innerhalb der modernen Standeskultur.

Seit 5000 Jahren kultiviert die hierarchische Standeskultur eine unnatĂŒrliche absolutistische Herrschaft ĂŒber alle greifbaren Lebewesen der Erde, den Menschen eingeschlossen. Um diese fĂŒr die meisten Menschen erniedrigende Kulturkonstitution aufrecht zu erhalten, sorgen die Herren der Standeskultur bis heute fĂŒr stĂ€ndige gesellschaftliche Konflikte und fĂŒr eine ĂŒbernatĂŒrliche Ängstlichkeit des Kulturmenschen.

Es liegt daher nicht an einer bösen Natur des Menschen, dass die kulturellen ZustĂ€nde seit 5000 Jahren in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden dazu tendieren, biologisch unzurechnungsfĂ€hig und sozial untragbar zu werden. Vielmehr fĂŒhrt die „liberal-parasitĂ€re“ und sado-masochistische Herrschaftsagenda der Standeskultur zu einem stĂ€ndigen Standeskrieg und Geschlechterkrieg, die im Kulturmenschen zahlreiche widernatĂŒrliche und krankhafte Verhaltensweisen hervorrufen.

Viele der störenden Verhaltensweisen, die durch die heutige Kultur hervorgerufen werden, lösen sich durch ein biologisches GrundverstĂ€ndnis der menschlichen Natur wie von selbst auf. Vor allem ein einfaches empathisches VerstĂ€ndnis fĂŒr die menschliche Psyche kann Wunder wirken, wenn es darum geht, das eigene Leben von destruktiven Gewohnheiten zu befreien.

Die Inhaltsangabe und einen Textauszug finden Sie auf der Internetseite: www.gott-ist-nicht-tot-gott-ist-ein-narzisst.de